[Rezension] Stephen King - Finderlohn





Titel: Finderlohn
Autor: Stephen King
Preis: 22.99 €
Seiten: 544 Seiten
Format: gebunden
Verlag: Heyne  
Erscheinungsdatum: 08. September 2015



Morris Bellamy ist wütend. Der Autor John Rothstein hat eine seiner berühmten und von Bellamy verehrten Romanfiguren auf unakzeptable Weise literarisch weiterentwickelt - und sich dann einfach sang und klanglos zurückgezogen und nichts mehr veröffentlicht. Der psychopathische Morris kann das nicht auf sich sitzen lassen. Er bricht bei Rothstein ein, bringt ihn um, und raubt neben einer großen Menge Geld etliche Notizbücher mit unveröffentlichten Geschichten. Bellamy vergräbt seine Beute daraufhin und wandert blöderweise für ein ganz anderes Verbrechen in den Knast.

Jahre später stolpert der junge Pete auf den vergrabenen "Schatz". Er nimmt sowohl das Geld als auch die Bücher an sich. Als Morris endlich aus dem Gefängnis entlassen wird, steht er völlig fassungslos vor dem leeren Versteck und macht sich wutendbrannt auf die Suche nach dem Schuldigen. Schließlich kommt er Pete auf die Schliche. Gelingt es dem Detective Bill Hodges, Pete und seine Familie zu beschützen?




"Finderlohn" ist bereits der zweite Teil der Trilogie um Bill Hodges. Den ersten Teil, "Mr. Mercedes", habe ich noch nicht gelesen. Verständnisprobleme hatte ich an sich keine, aber sicherlich ist es nicht verkehrt, die Trilogie auch als solche zu lesen.

Nur grundsätzlich kann ich dazu nicht unbedingt raten. Die Geschichte war wirklich extrem vorhersehbar und seicht. Kein bisschen spannend, kein bisschen fesselnd. Eigentlich nicht so langatmig wie andere Romane Kings. Aber ich habe mich doch ziemlich durchgequält, einfach weil man immer schon sagen konnte, was als nächstes passieren wird. Und als übernächstes. Und danach.

Die Story hat im Prinzip viele Möglichkeiten geboten, Spannung und unerwartete Wendungen einzubauen - diese wurden aber einfach nicht ergriffen. Wenn es schon kein spannender (Psycho-)Thriller ist, hätte es wenigstens ein guter Krimi sein können. Aber dazu gehört nunmal auch, dass man nicht jeden Schritt und die Auflösung vorhersehen kann. Was Stephen King da schon wieder fabriziert hat, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Ein an sich interessanter Plot und dann.. nichts.. keine Überraschung, kein Knall. Wirklich nichts besonderes.

Sowohl Pete als auch Morris haben mich zwar mit ihrer Liebe oder Besessenheit zum selben Schriftsteller sehr für sich eingenommen. Die beiden waren interessante Protagonisten. Alle anderen Charaktere waren mir dagegen wenig sympathisch und kamen mir stellenweise etwas übertrieben vor.

Das Buch endet mit einem übersinnlichen Wink auf den nächsten Teil.


Das war insgesamt ein wirklich enttäuschendes Leseerlebnis. Der Plot klang zwar interessanter als der des Vorgängers, aber dennoch konnte das Buch mich nicht überzeugen. Die Geschichte plätscherte nur langweilig vor sich hin. Zwar nicht ereignislos, aber enorm vorhersehbar und ohne Überraschungen. 



Kommentare:

  1. Huhu!

    Oh, das war aber enttäuschend :( Echt schade ... aber ich hoffe, dass das nächste definitiv besser wird!

    Noch einen schönen 4. Advent ♥
    Aleshanee

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  2. Uhhh ich habe neulich noch überlegt das Buch zu kaufen. Aber ich glaube das lasse ich lieber.

    Liebste Grüsse

    Sonja

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  3. Hallo Camille,

    so sind Geschmäcker unterschiedlich, für mich war es eines der besten Bücher, der letzten Zeit. Grad, weil man wusste, was da wohl passieren wird, hat für mich die Stimmung enorm aufgeheizt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo,

      na sowas. Für mich selbt hat das einfach keinen Reiz, wenn ich die Geschichte schon von Anfang an komplett nachvollziehen bzw. zu Ende denken kann. Aber so unterschiedlich sind halt die Geschmäcker :)

      Viele Grüße und schöne Weihnachtsfeiertage!

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