[Rezension] Steampunk 1851





Titel: Steampunk 1851
Autor: diverse
Preis: 10,40 €
Seiten: 120 Seiten
Format: Taschenbuch
Verlag: Art Skript Phantastik
Erscheinungsdatum: 30. Juli 2013


"Steampunk 1851" ist eine Kurzgeschichtensammlung, die acht Storys beinhaltet. Alle spielen im von vielen Veränderungen geprägten Jahr 1851. Und alle nehmen uns mit auf eine phantastische, düstere Zeitreise durch die Geschichte.

- Das Ende der Fiktion (Denise Mildes)
- Monsieur Focault und das Wesen des Lichts (Sabine Frambach)
- Lykonium (Marco Ansing)
- Das Meisterwerk (Andrea Bienek)
- R.S.O.C. (Hendrik Lambertus)
- Archibald Leach und die Rache des Toten (Markus Cremer)
- Tote Kaninchen (Luzia Pfyl)
- Der Automat (Fabian Dombrowski)


Zu meiner großen Freude bekommt man hier wirklich das, was draufsteht! Steampunk nämlich. Schon oft ist es mir passiert, dass sich Bücher damit betitelt haben, der Bezug dazu aber nur sehr gering war.

Wer diesen Begriff übrigens nicht kennt, für den binde ich hier mal eine kleine Erklärung ein. Bei "Steampunk" werden moderne und futuristische technische Funktionen mit Elementen des viktorianischen Zeitalters verknüpft. Dadurch entsteht ein Retro-Look der Technik. In Steampunk-Erzählungen kommen z.B. häufig dampf- und zahnradgetriebene Mechanik, viktorianischer Kleidungsstil und Abenteuerromantik vor. (vgl. Wikipedia/Steampunk)

Die Geschichten weisen alle ein schönes futuristisch wirkendes Retro-Flair auf. Meine Favoriten sind "Lykonium" und "Das Ende der Fiktion".
Zu diesen zwei mal ganz kurz der Inhalt. "Das Ende der Fiktion" handelt von einem Professor, der an einer schrecklichen Maschine arbeitet, welche es den Vampiren ermöglichen soll, jederzeit das Haus zu verlassen und die Macht an sich zu reißen. In "Lykonium" wird auf der Weltausstellung ein neues Mittel vorgestellt, welches alle Energieprobleme lösen könnte. Doch der Reporter, der ein exklusives Interview mit dem Erfinder führen darf, ist zu neugierig und wird schließlich lebensgefährlich bedroht, als er das grausame Geheimnis entdeckt, das hinter der Erfindung steckt.


Ich möchte auf die Inhalte der anderen Geschichten gar nicht so sehr eingehen, da die kürzesten beiden nur 7 und 8 Seiten beanspruchen. Die Gefahr, da schon alles Wesentliche in einem oder zwei Sätzen zu erzählen, ist groß, und ich will euch nichts vorweg nehmen, falls ihr das Buch noch lesen wollt. Das führt mich gleich mal zu einem kleinen Kritikpunkt. Die Kürze der Geschichten macht sie überwiegend recht durchschaubar. Dennoch sind sie alle gut gemacht und unterscheiden sich voneinander. Mal kommen Vampire vor, mal Untote, mal Wesen aus der Hölle und mutige Frauen, gekleidet in typischer Steampunk-Manier. Es gab keine Story, die für mich ein totaler Flop war. In jeder haben mich die Steampunk-Elemente in eine ganz andere Welt abtauchen lassen, alles war stimmig. Spannung war in gewissem Maße überall vorhanden, bei keiner Geschichte habe ich mich gelangweilt.

Da die Geschichten alle recht kurz und wenig komplex waren, könnte ich jetzt nicht genau sagen, welcher der Autoren das Potenzial hat, auch mal etwas längeres zu schreiben. Ich wäre aber nicht abgeneigt, von dem ein oder anderen mal ein ganzes Buch oder zumindest weitere Kurzgeschichten zu lesen. Am Ende des Buches werden übrigens alle Autoren nochmal kurz vorgestellt.

Zusammenfassend kann ich sagen, wer gerne mal etwas aus diesem Bereich lesen möchte, der ist mit "Steampunk 1851" gut beraten. Bei vielen Geschichten fand ich es schade, dass sie dann gleich so schnell wieder vorbei waren. Das Buch nimmt einen auf eine außergewöhnliche Reise in eine ganz andere Welt mit, in der Wissenschaft, Technik und düstere Wesen eine große Rolle spielen, und weiß mit seiner Vielfalt zu überzeugen. Das Cover finde ich außerdem auch sehr ansprechend gestaltet.



Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Hallo!

    Das Buch reizt mich schon seit Erscheinen, aber mich schreckt eben die Kürze der Kurzgeschichten ab. Trotzdem wäre es wahrscheinlich mal eine Reise in den Steampunk wert, jetzt wandert es wieder auf die WL.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Huhu!

    Ich liebe ja dieses Cover, seit ich es zum ersten Mal gesehen habe. Aber mit Kurzgeschichten hab ich es einfach nicht so - aber es wäre auf jeden Fall mal interessant.

    Ich hab jetzt erst vor kurzem die Steampunk Trilogie von Anja Bagus gelesen (Annabelle Rosenherz), die ist wirklich super und verdient auch den Namen "Steampunk". Allerdings ist auch eine Portion Fantasy dabei, also ein toller Mix der viele ansprechen dürfte. Mir hat sie wirklich sehr gut gefallen und es gibt auch eine zweite Trilogie aus der "Aetherwelt", die bald bei mir einziehen wird :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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